

Wann ist man in Buenos Aires (die Stadt mit der hoechsten Dichte von Hundehaufen auf Gehsteigen und Psychiatern in schicken Palermo-Villen pro Einwohner, die Stadt, die vierhundert Verkehrstote pro Jahr verantwortet - kann mich grad nicht erinnern, ob die laut Lonely Planet nun ueberfahren werden oder doch ersticken oder sich beim Ein- bzw Aussteigen aus den Bussen, den
colectivos, wie sie hier heissen... passenderweise, Busfahren ist naemlich eine sehr kollektive Angelegenheit, besonders zu Stosszeiten, dh immer zwischen 7 am und 9 pm, wo war ich, ach ja, bei den
colectivos, deren Tueren sich naemlich nicht etwa erst oeffnen, wenn sie stehen, sondern bereits wenn die Geschwindigkeit 5 km/h unterschreitet, deren Busfahrer bereits losfahren, sobald der letzte zusteigende Passagier zumindest ein Koerperteil im Bus hat - die Stadt, wegen der ich glatt den Namen meines Blogs aendern musste) angekommen?
1. Wenn man nach 20-stuendiger Reise am Flughafen Ezeiza an der Gepaeckausgabe steht, glaubt, dass der Koffer verloren gegangen ist, und schliesslich froh ist, dass selbiger nur kaputt ist?
2. Wenn man in Vertrauenstaxifahrer Daniel's Auto das erste Mal im Stau steckt und erfaehrt, dass der Verkehr (wie so vieles andere) hier ein Puff ist
-¡que quilombo!?
3. Wenn einem Ana die Haustuer aufmacht und einem
¡Bienvenida, mi amor! entgegenschallt?
4. Wenn man sich das erste Stueck argentinisches Rindfleisch (auch ein 750g-Steak heisst hier
carnecita, quasi Fleischchen) zu Gemuete gefuehrt hat?
5. Wenn man stolze Besitzerin von Tangoschuhen ist?
6. Oder wenn einen der Tangoschuhverkaeufer beim naechsten Mal Vorbeigehen fragt, wie's denn inzwischen aussieht mit den Tanzkuensten?
Die Bilder: SAN TELMO, hier - in den Fussstapfen von Steff & Martin - wohne ich: Das Viertel bei Nacht und meine Aussicht bei Tag. Die Adresse ist "Estados Unidos", wie passend...