Turismo, Tragedias & Trámites
Nach "so viel Arbeit" folgt das Tourismusprogramm. Zuerst gibt es ein deftiges Eis (Erklärung für Steff & Martin: Ich war im Munchi's Headquarter in Escobar, riesig, tausend Sorten und ein eigener Park, ein Traum; Erklärung für alle anderen: argentinisches Eis ist der Wahnsinn, man kauft es am besten kiloweise, und Munchi's ist von allen fast das beste, natürlich muss man zwischendurch immer wieder andere probieren, um auch tatsächlich sicher sein zu können), dann nehmen wir die Straße zum Fluss Lujan: rechts und links nichts außer Bäume und nach 40 kam uns somit genug Zeit, um ein bißchen Dativ und Akkusativ der deutschen Sprache zu üben und über potentielle Einkunftsquellen für argentinische Anwältinnen in der Schweiz nachzudenken, eigentlich nichts außer halt dreckiger Fluß - ein etwas eigener Charme, aber irgendwie nicht schlecht, so untouristisch!
Am Weg nach Pilar bekommt man einen guten Eindruck über die zwei Welten in ARgentinien: auf der einen Seite zahllose "barrios cerrados" oder "countries" (=die VErsion mit eigenem Supermarkt und Swimmingpool etc) der Reichen, die sich vor lauter Angst überfallen ausgeraubt oder entführt zu werden gar einsperren lassen, auf der anderen Seite die Baracken der weniger Begüterten. Das sind die Gegenden, die sehr wohl erklären, warum viele Argentinier davon träumen, das Land zu verlassen - das und ein Blick in die Nachrichten, wenn sie gerade nicht davon handeln, dass den Bush-Töchtern am Wochenende am Plaza Dorrego trotz vier Secret Service Typen Geld und Handy gestohlen werden. Dazu kommt ein dauerndes Chaos, das das Land langsam kaputt oder das Leben daran zumindest schwierig macht: Zu viele Verkehrstote, weil keiner die Verkehrsregeln einhält, zuviele unfähige bzw korrupte Anwälte, weil jeder Rechtsstudierte automatisch "abogado/a" ist (Was ist der Unterschied zwischen einem Anwalt und einer Prostituierten? Für die Prositutierte gibt es eingie Dinge, die sie für Geld nicht macht... Jaja, so ist hier unser Ruf...), jeder Amtsweg ("trámite") kostet viel Zeit und Nerven, nichts geht leicht, nichts geht sofort, jede Straße in Buenos Aires ist entweder Baustelle oder baufällig, Feinstaub ist der wohl der Porteños' Sauerstoff. Und trotzdem erscheinen die meisten Städte im Vergleich zu Buenos Aires langweilig, einerseits weil die Argentinier schon wissen, wie man das Leben genießt, andererseits weil für und Europäer hier alles erchwinglich und fast alles billig ist. Und manche Dinge gibt es zuhause gar nicht - in Steff's Worten: "alfajores, carnecita & licuados".
Am Weg nach Pilar bekommt man einen guten Eindruck über die zwei Welten in ARgentinien: auf der einen Seite zahllose "barrios cerrados" oder "countries" (=die VErsion mit eigenem Supermarkt und Swimmingpool etc) der Reichen, die sich vor lauter Angst überfallen ausgeraubt oder entführt zu werden gar einsperren lassen, auf der anderen Seite die Baracken der weniger Begüterten. Das sind die Gegenden, die sehr wohl erklären, warum viele Argentinier davon träumen, das Land zu verlassen - das und ein Blick in die Nachrichten, wenn sie gerade nicht davon handeln, dass den Bush-Töchtern am Wochenende am Plaza Dorrego trotz vier Secret Service Typen Geld und Handy gestohlen werden. Dazu kommt ein dauerndes Chaos, das das Land langsam kaputt oder das Leben daran zumindest schwierig macht: Zu viele Verkehrstote, weil keiner die Verkehrsregeln einhält, zuviele unfähige bzw korrupte Anwälte, weil jeder Rechtsstudierte automatisch "abogado/a" ist (Was ist der Unterschied zwischen einem Anwalt und einer Prostituierten? Für die Prositutierte gibt es eingie Dinge, die sie für Geld nicht macht... Jaja, so ist hier unser Ruf...), jeder Amtsweg ("trámite") kostet viel Zeit und Nerven, nichts geht leicht, nichts geht sofort, jede Straße in Buenos Aires ist entweder Baustelle oder baufällig, Feinstaub ist der wohl der Porteños' Sauerstoff. Und trotzdem erscheinen die meisten Städte im Vergleich zu Buenos Aires langweilig, einerseits weil die Argentinier schon wissen, wie man das Leben genießt, andererseits weil für und Europäer hier alles erchwinglich und fast alles billig ist. Und manche Dinge gibt es zuhause gar nicht - in Steff's Worten: "alfajores, carnecita & licuados".

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